Ambrosius wurde um 339
in Trier als Sohn des römischen Statthalters für Gallien geboren.
Seine Mutter war eine überzeugte Christin. Von vielen Legenden wird
die des Bienenschwarms über der Wiege des Kindes oft in Darstellungen
festgehalten: Bienen fütterten dem Kind Honig in den Mund und flogen
wieder davon, ohne das Kind zu verletzen, aber sie hatten ihm die
"honigsüße Sprache" seiner späteren Schriften und seiner Hymnen,
besonders des "Ambrosianischen Lobgesangs" (Te Deum, Großer Gott wir
loben dich), vermittelt.
Nach dem Tod des Vaters
zog die Familie nach Rom. Ambrosius machte nach einer umfassenden
Ausbildung eine steile Karriere als Politiker.
373 wurde er von Kaiser Valentinian zum Statthalter Oberitalien. Das
Volk liebte und achtete ihn, weil er Milde und Gerechtigkeit walten
ließ.
374 wurde Ambrosius ob dieser Beliebtheit zum Bischof von Mailand
gewählt. Ambrosius nahm an der Wahl als Beobachter der Regierung teil.
Er war noch nicht getauft, lebte aber im Katechumenat, wurde getauft und
eine Woche später geweiht. Seinen Besitz verkaufte er und schenkte das
Geld den Armen. Ambrosius lernte Bischof zu sein. Er bemühte sich ein
guter Seelsorger zu sein und kümmerte sich besonders um die Armen, zudem
war ein großer Beter und konnte die Menschen mit seinen Predigten
begeistern.
Energisch trat er für die Unabhängigkeit der Kirche gegenüber dem Staat
auf: "Der Kaiser seht innerhalb der Kirche, nicht über ihr." war seine
Rede.
391 verbot der Kaiser
Theodosius auf Ambrosius' Drängen alle heidnischen Kulte und erhob das
Christentum zur alleinigen Staatsreligion, womit die Anerkennung des
Christentums durch Konstantin nun sogar bis zur Staatsreligion
fortgeführt wurde.
Ambrosius bemühte sich
dem Glaubensbekenntnis, das beim Konzil von Nicäa beschlossen worden
war, zur allgemeinen Geltung zu verhelfen. Er schrieb Bibelkommentare
und er war ein großer Hymnen-Dichter.
Er starb der
Überlieferung nach am 4. April 397 in Mailand und wurde unter dem
Hochaltar von S. Ambrogio begraben.
Als Gedenktag wird in
der katholischen Kirche seit dem 11. Jahrhundert der Tag der
Bischofsweihe begangen.
Dargestellt wird er mit
Bienenkorb, Buch und Geißel.
Er gilt als Patron von
Mailand und Bologna, der Krämer, Imker, Wachszieher und Lebkuchenbäcker;
der Bienen und Haustiere, des Lernens.