1. Bezirksimkerstammtisch, am 23.3.2002 im Hotel Sonne in Landeck

BO Herbert Schlatter begrüßt 45 Imkerinnen und Imker aus dem ganzen Bezirk Landeck.

Nach der Information über Neuigkeiten aus dem Landesverband (z.B. EU-Förderung) stellt der Bezirksobmann mittels Overheadfolien die Entwicklung der Varroamilbe vor und erklärt die Vor- und Nachteile des Einsatzes der organischen Säuren:  Ameisensäure (wirkt auch auf Milben in der Brut), Milchsäure (das fertig gemischte Mittel wird auf die Waben gesprüht), Oxalsäure (Verdampfungsverfahren ist für die Bienen am wenigsten belastend und kann ab +2 Grad C eingesetzt werden).

Anhand von Grafiken belegt der Referent, dass die Annahme, ein natürlicher Restmilbenabfall von weniger als einer Milbe pro Tag im Herbst sei ein sicherer Hinweis auf unbedenkliche Varroapopulation im Volk, falsch ist. Er hat bei derartigen Völkern nach der Nachbehandlung mit dem Oxalsäure-Verdampfungsverfahren bis zu 1000 weitere Milben Abfall festgestellt.

In der Folge demonstriert WL Herbert Schlatter den Einsatz des Verdunstungsgerätes und betont die unbedingte Notwendigkeit des ausreichenden Schutzes des Behandlers mittels Atemschutzmaske der Klasse 3 und  Handschuhen. Von einem mehrmaligen Einsatz wird abgeraten, da der konzentrierte Oxalsäurestaub bis zu drei Monaten im Volk bleibt, über die Winterzeit aber von den Bienen abgebaut wird. Vergleiche dazu die Untersuchungen von Thomas Radetzki!

Zusammenfassung: Wir brauchen mindestens 2 verschiedene Mittel der Varroabekämpfung. Apistan wirkt wegen der Resistenz der Milben nicht mehr. Die Erstbehandlung mit Ameisensäure und eine Nachbehandlung mit Milchsäure (Apilac) oder Oxalsäure im Spätherbst ist notwendig!