BEZIRKSIMKERAUSFLUG 2003 - BREITENBACH-WILDSCHÖNAU

Am Sonntag, dem 15. Juni 2002, fuhren mehr als 90 interessierte Imkerinnen und Imker - vielfach mit dem Ehepartner - nach Breitenbach am Inn. Nach dem Besuch der Sonntagsmesse in der dortigen Pfarrkirche fuhren die Imker zum Bienenstand des Breitenbacher Obmanns Johann Auer, während sich einige Damen in einem nahe gelegenen Gasthof labten. Johann Auer betreut in zwei zusammengebauten Bienenhäusern mit dazwischen liegendem Schleuderraum mehr als 60 Bienenvölker in zwei Reihen. Unten sind Kunststoffmagazine platziert, oben stehen Hinterbehandler im Einheitsmaß. Die Tracht ist bereits so gut angelaufen, dass der Imker bereits eine Schleuderung durchführen konnte. Die Honiggewinnung wird ihm durch eine elektrische Abkehrmaschine und eine Elektroschleuder erleichtert. Herr Auer züchtet selbst Wirtschaftsköniginnen, die er am eigenen Stand begatten lässt.

        Nach einer längeren Weiterfahrt kamen wir zur letzten Alm in der Wildschönau. Die Schönangeralpe auf 1098 m Seehöhe ist die größte Alpe des Tales und des Bezirkes. 679 ha umfasst ihr Gebiet! Ca. 95 000 Liter Milch werden jährlich im Sommer gemolken.  Bis 1956 standen hier 25 einzelne Almgebäude und die Bewirtschaftung war in vier »Kaser« (Sennhütten) eingeteilt.  Von 1957 bis 1963 wurde die Alm modern umgestaltet und mit nur vier Almgebäuden zu einem Betrieb vereinigt. (Almsennerei, Käserei, Gülleanlage mit Weidekoppelwirtschaft, Düngeraufzug, eigenes Almkraftwerk und neuer Zufahrtsweg.) 27 Bauern haben hier rund 250 »Grasrechte«.  Es gehören auch die Nebenalmen Kundl, Schlag und Gressenstein dazu. Rund 10.000 kg Käse und Butter werden pro Sommer erzeugt.  Die Käselaibe (vollfetter Emmentaler) wiegen je nach dem täglichen Milchanfall bis zu 80 kg.  In den nahen Almrosenhängen hat Imkerkollege Rupert Mayr seinen Wanderstand. Er erklärte nach dem Mittagessen im Alpengasthof die Umgebung und begleitete uns zu seiner Schwester Birgit Haas, die den Kräutergarten im Salcherbauernhof in Auffach betreut. 

    Die drei Gruppen nahmen abwechselnd an einer Führung im Kräutergarten und durch die Presskammer teil oder stärkten sich mit köstlichen Brotaufstrichen auf Bauernbrot und mit Kräutertee. BO Herbert Schlatter hat diese Fahrt hervorragend organisiert. Sicher werden auch im nächsten Jahr viele Imker wieder gerne am Bezirksimkerausflug teilnehmen.