Obleutetreffen, am 23. Juni 2002 in Pfunds
Erstmals an einem Sonntag trafen sich um 9 Uhr zwölf der 17 Obmänner des Bezirkes Landeck, drei Gattinnen und mehrere Bienenzüchter des BZV Pfunds vor dem Gasthof Finstermünz zur diesjährigen Obleutetagung. Der Pfundser Obmann Theo Westreicher führte die Gruppe zum nahe liegenden Ableger und Begattungsstandort der Pfundser Imker. Eine Galerie bietet idealen Schutz vor den Witterungseinflüssen. Der Begattungserfolg ist sehr zufriedenstellend und beträgt im Schnitt um 80 Prozent.

Foto: Reinhold Sailer (Obmann des BZV Kappl)
Die ortsansässigen Imker zeigten den Gästen nach einer kurzen Fahrt in den hochgelegenen Weiler Greit das Blumenjuwel des Oberen Gerichts, das romantische Tscheytal.

Foto: Reinhold Sailer (Obmann des BZV Kappl)
In Greit wurde die restaurierte Greiter Mühle besichtigt. Unser ehemaliger Imkerkollege Albert Patsch - er hat vor zwei Jahren letztmals Bienenvölker betreut - erklärte uns die funktionstüchtige Mühle aus dem 16. Jahrhundert. Wir bedanken uns herzlich für die fachkundige Führung: Der letzte Müller, Eduard Krismer, geb. am 21.11.1873 in Fließ, gest. am 22.09.1967 in Landeck, arbeitete 40 Jahre lang bis zu seinem 90. Lebensjahr als Müller in diesem Gebäude. Dabei hatte er viel für die Jugend des Ortes übrig. Die Mühle war zugleich Gasthaus und Tanzboden.
Auch die Obleute konnten sich in der urigen Müllerstube mit einem Selberbrennten stärken und bei einer kurzen Wanderung die Wasserzufuhr über ausgehackte Baumstämme begutachten.
Im Greiter Gasthof berichtete BO WL Herbert Schlatter vom gut besuchten Imkerausflug ins Martelltal und von den drei Imkerstammtischen, die im Schnitt jeweils von 40 bis 50 interessierten Imkern besucht wurden.
Bericht vom Landesverband: Für
angelieferten Honig bezahlt die Imkergenossenschaft einen Grundpreis von ca. ATS
82.-- , für einen niedrigeren Wassergehalt als 17% und gute Qualität gibt es
Zuschläge. Mindestliefermenge 50 kg.
Ab einer Liefermenge von 50 kg Wachs kann das eigene Wachs separat verarbeitet
werden. Auch die Wachs- und Umarbeitungspreise wurden angehoben.
Ein besonderes Problem stellt die im heurigen Jahr an zwei Bienenständen massiv
aufgetretene Faulbrutkrankheit dar. (Siehe Verordnung im letzten
Bezirksrundschreiben a.a.O.!) Jeder Obmann soll in seinem Bereich auf mögliche
Anzeichen hinweisen. Wenn Imker erkranken, sollen Vereinsmitglieder bei der
Imkerhaltung hilfreich zur Seite stehen. Nach dem Bienenseuchengesetz dürfen
unbesetzte Bienenkästen nicht offen aufgestellt werden. Altes Wabenmaterial ist
unverzüglich zu verbrennen. Wachs von sanierten Völkern wird von der
Imkergenossenschaft nicht mehr angenommen! Pro nachweislich saniertem Volk
erhält der Imker nach Unterschrift des Sachverständigen 2 kg Mittelwände gratis
zur Verfügung gestellt.
BO Herbert Schlatter wies abschließend auf den Tag der offenen Tür am 29.6.02 in der Imkergenossenschaft Imst hin und dankte dem veranstaltenden BZV Pfunds unter Obmann Theo Westreicher und seinen Helfern für die gute Organisation des diesjährigen Obleutetreffens.