Chronik des Vereins

1920 Im Dezember 1920 traten die Imker aus Zams aus dem Bienenzüchter-Verein Landeck, der dem Wiener Reichsverein angehörte, aus und gründeten den Bienenzüchter-Zweigverein Zams, der sich dem Zentralverein in Innsbruck anschloss. Robert Gasser wurde von den 14 Mitgliedern zum Obmann gewählt und führte auch die Chronik, Alfons Geiger wurde zum Kassier gewählt. 

1921 Nach der Jahreshauptversammlung (JHV) und dem Vortrag von Wanderlehrer (WL) Schweinester fand eine Ständeschau statt.

1922 Bei der JHV hielt WL Schweinester vor nunmehr 18 Mitgliedern einen lehrreichen Vortrag über den Wert der Bienenzucht.

1923 Über fortschrittliche Bienen- und Königinnenzucht referierte WL Kugler und führte bei der anschließenden Ständeschau den 19 Imkern die Erstellung eines Ablegers praktisch vor.

1924 Lehrausflug der 21 Mitglieder nach Kronburg und praktische Demonstration durch WL Kugler. Aufnahme eines Anteilscheins von 25.000 Kronen bei der Wirtschaftsstelle des Zentralvereins Innsbruck. 

1925 Dem Vortrag von WL Kugler über Bienenkrankheiten und deren Bekämpfung folgte die Besichtigung von drei Bienenständen. Von der JHV wurde der Mitgliedsbeitrag für die 24 Imker mit S 3.- festgelegt. Bei der Neuwahl wurde Josef Prantauer zum Obmann, Robert Gasser zu seinem Stellvertreter, Alfons Geiger zum Kassier gewählt. Erstmals wurde ein eigener Schriftführer gewählt: Erich Vötter. 

1926 Wegen einer aufgetretenen Milbenseuche (Tracheenmilbe) kontrollierte eine Kommission, der auch der Bezirkstierarzt und WL Kugler angehörten, alle Bienenstände.

1927 WL Kugler hielt einen Vortrag über Steuerangelegenheiten und Bienenkrankheiten. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf S 4.- erhöht.

1928 Christian Lindner wurde zum Obmann gewählt, Obmann-Stellvertreter blieb Robert Gasser, zum Kassier wurde Alfons Kössler, zum Schriftführer Eduard Haid gewählt. Über die Behandlung von Bienenkrankheiten referierte WL Kugler, und anschließend wurde der bisherige Kassier Alfons Geiger zum Seuchenwart bestellt. Weiters wurde beschlossen, in Zusammenarbeit mit dem Verschönerungsverein pollenspendende Bäume zur Trachtverbesserung zu pflanzen. Der Verein kaufte um S 134.- eine Wabenpresse an. Vom Reinerlös des Imkerballs wurde um S 84,- eine Wachskanone angekauft.  Die Ausleihgebühr für Wabenpresse und Wachskanone betrug S 1.- pro Tag. Ab dem 17 Volk mussten Steuern bezahlt werden, 16 Völker waren steuerfrei. In diesem Bienenjahr wurde ein Vereinsbienenstand errichtet. 

1929 Oberforstrat (OFR) Lüftenegger aus Prutz ergriff nach einem Referat von WL Kugler über die Milbenseuche auf Wunsch der Mitglieder das Wort. Dem Seuchenwart Alfons Geiger wurde für seine mühevolle Arbeit S 20.- ausbezahlt. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit S 5.- festgesetzt. 

1930 Neuwahl : Johann Achenreiner wurde Obmann, Christian Lindner sein Stellvertreter, Eduard Haid blieb Schriftführer und Josef Siegele wurde neu zum Kassier gewählt. Der Mitgliedsbeitrag wurde auf S  4,5 reduziert. Am 9. Februar wurde ein Imkerball veranstaltet. Da sich der Verleih der Wachsbearbeitungsgeräte nicht bewährt hatte, wurde beschlossen, Josef Siegele mit der Wachsbearbeitung zu betrauen. Jedes Mitglied musste ihm pro kg Wachs für die Umarbeitung S 2,5 bezahlen. 

1931 OFR Lüftenegger hielt anlässlich der JHV einen Vortrag über Honigpreis, Honigabsatz und Zollschutz. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit S 5 festgesetzt. Mehrere Imker wanderten ins Fimbatal  

1932 Die Mitglieder wählten Alfons Geiger zum neuen Obmann, Robert Gasser zu seinem Stellvertreter. Josef Siegele blieb Kassier, Eduard Haid Schriftführer. Von Herrn OFR Lüftenegger kaufte der Verein 30 kg Bienenwachs auf, welches Alfons Geiger zu Mittelwänden verarbeitete. Preis pro kg für Mitglieder S 5,80. WL Kugler gab abschließend praktische Tipps zur Bienenhaltung. 

1933 Gründung einer kleinen Vereinsbibliothek, die von Robert Gasser bis 1935 verwaltet wurde, später von Johann Zadra. Derzeit hat der Obmann die Bücher in Verwahrung. WL Fridolin Nutt aus Triesen, Fürstentum Liechtenstein, hielt einen Vortrag über Rassezucht – Wahlzucht, OFR Lüftenegger referierte über Moderne Bienenzucht. An den Hängen längs der Zammerberger Straße pflanzten die Zammer Imker 30 Linden, 200 Weidenstecklinge und 150 Goldruten zur Trachtverbesserung. Die drei Vereinsbienenstöcke wurden im Frühjahr versteigert. 

1934 Zur JHV konnte als Bezirksvertreter der Abgeordnete zum Tiroler Landtag Rietzler aus Fließ begrüßt werden. Er referierte über Honigabsatz und Zuckerbeschaffung. Eine Honigschleudermaschine wurde angekauft und gegen eine geringe Gebühr für maximal drei Tage an die Mitglieder verliehen. Von den 34 Mitgliedern wurden in der Riefe und am Ölberg 20 Lindenbäume gepflanzt. 

1935 Man beschloss, die Zeitschrift Bienenvater zu abonnieren. Nach Beschluss der Mitgliederversammlung verteilte der Obmann zur Verbesserung der Tracht nach der Roggenernte 40 kg  Schwarzpolenta an die Bauern, was leider nicht den erwünschten Erfolg brachte. Am Ölberg wurden 20 Götterbäume gepflanzt. Im Oktober mussten alle organisierten und nicht organisierten Imker mit ihrer Unterschrift bestätigen, bis zum 4. November ihre Völker gegen die Tracheenmilbe  mit dem Frowischen Mittel zu behandeln. 417 Völker wurden behandelt, zwei gingen zugrunde. 

1936 Der Verein zählt 36 Mitglieder. OFR Lüftenegger hielt einen lehrreichen Vortrag über die Milbenbekämpfung. Der Verein kaufte im Herbst 10 kg Weißkleesamen und verteilte ihn zur Trachtverbesserung an die Mitglieder. 

1937 Der Mitgliedsbeitrag für die 32 Mitglieder wurde mit S 4.- für den Verein und S. 1.- für die Wanderversammlung in Innsbruck festgesetzt. Erstmals wurde eine eigene Zuchtgruppe gegründet. 

1938 Der Ausschuss wurde einstimmig wieder gewählt. WL Josef Schweinester aus Telfs hielt einen ausführlichen Vortrag über Steuerabführung, Fütterung und Trachtpflanzen. OFR Lüftenegger referierte über Seuchengesetze und Bienenrassen. 

1939 Im März wurde der Bienenzüchter-Zweigverein Zams aufgelöst und in Ortsfachgruppe Imker Zams-Landeck umbenannt. Gleichzeitig erfolgte der Anschluss an die Landesfachgruppe Imker Alpenland in Innsbruck und an die Reichsfachgruppe Imker e.V. mit Sitz in Berlin. Einstimmig wurden der bisherigen Zammer Vereinsvorstand in den Vorstand dieser Ortsgruppe gewählt: Zum Vorsitzenden (Obmann) Alfons Geiger, zum 1. Beirat (Kassier)  Josef Siegele und zum 2. Beirat (Schriftführer) Eduard Haid. Drei Mitglieder aus Stanz wurden neben weiteren Zammer Imkern zu Funktionären für Zuchtwesen, Wanderung, Bienenkrankheiten, Beobachtungswesen, Trachtverbesserung, Bibliothek und Marktwesen gewählt. Der Mitgliedsbeitrag wurde mit 4 Reichsmark festgelegt. Da sich 1938 der Bienenzuchtverein Landeck wegen innerer Zwistigkeiten aufgelöst hatte, traten 10 Landecker der Ortsfachgruppe Zams-Landeck bei. Im offiziellen Stempel wurde der Verein bereits Ende 1939 Ortsfachgruppe Landeck-Zams genannt, im Protokollbuch wird bis 1943 vom Ortsverein Zams-Landeck und Umgebung gesprochen. 

1940 Der Antrag zur Gründung einer eigenen Ortsfachgruppe Landeck wurde abgelehnt. Der Mitgliedsbeitrag betrug 4,50 Reichsmark. Für 54 RM wurde eine Bienenstockwaage angeschafft. Während des Krieges wehte im Vereinswesen ein rauer Wind: Die Versammlung beschloss, für unentschuldigte Abwesenheit bei der Hauptversammlung 5 RM Strafe einzuheben. Auch Honig musste zur Versorgung der Kranken und Alten in den Spitälern abgeliefert werden. Statt der von der Reichsfachgruppe geforderten 3 kg Honig pro Bienenvolk konnten wegen der schlechten Honigernte nur 1,50 kg gestellt werden. An die Landesfachgruppe wurden nur 745 kg Bienenhonig abgeliefert, da manche Mitglieder keinen Honig abgaben. 

1941 Ein weiterer Antrag auf Teilung der Ortsfachgruppe Landeck-Zams wegen Überlastung wurde vom Kreisvorsitzenden OFR Lüftenegger abgelehnt. So blieben die Mitglieder von Landeck während des Krieges bei der Ortsfachgruppe Zams. Der Mitgliedsbeitrag betrug 5 RM. Auch Wachs sollte nun abgeliefert werden. Mittelwände erhielt man nur gegen Bezugsschein vom Vorsitzenden. 

1942 wurden Wanderstände für 100 Völker in Feichten und auf der Alpe Tanun im Ferwall von Zimmermeister Alois Platt gebaut. Alfons Geiger betreute den Wanderstand im Ferwall, Kreisvorsitzenden-Stellvertreter Josef Beer aus Stanz den in Feichten. Wegen zu vieler Völker, schlechter Tracht und widrigen Wetters konnte nur ein Ertrag von 3kg pro Volk eingebracht werden. So stellte das Notstandsgebiet Landeck-Zams an die Landesfachgruppe statt der geforderten 2 kg pro Volk insgesamt nur 445 kg Honig, erhielt aber trotzdem 7 kg Futterzucker für jedes eingewinterte Bienenvolk. 

1943 Von den Imkern der Ortsfachgruppe Landeck-Zams sollten pro Volk 3kg Honig zu je 2,70 RM gestellt werden, 586,5 kg wurden abgeliefert. Bei Weigerung wurden Völker beschlagnahmt und Futterzucker entzogen. Wegen des hohen Eigenbedarfs lieferten die Imker in diesem Jahr kaum Wachs ab. 

1944 Wegen Mangel an Mitgliedern fand im 5. Kriegsjahr keine JHV statt. Auf Grund des guten Ertrages in den Tieflagen konnten 1944 die geforderten 3 kg Honig pro Bienenvolk abgegeben werden. Insgesamt wurden 1600 kg Honig abgeliefert, obwohl die Ernte in den Wanderständen gleich null war. 

1945 Nach dem Zusammenbruch des Hitlerregimes wurden sämtliche Vereine aufgelöst. In den Tieflagen gab es in diesem Jahr eine totale Missernte, ein Wandern in die ertragreichen Höhenlagen wurde von der französischen Besatzungsmacht untersagt. Auf Veranlassung des Landeshauptmannes von Tirol, Dr. Karl Gruber, der für die Bienenzucht besonderes Interesse zeigte, erhielt jeder Imker im Herbst 5 kg Futterzucker pro Volk. Bis September waren bereits cirka 20 Prozent der Bienenvölker in Zams verhungert. 

1946 bis 1949 Der Schriftführer bedauert, dass der Bienenzuchtverein Zams nicht neu gegründet werden konnte. Die 33 Mitglieder wurden aber weiterhin vom alten Vorstand betreut. 

1950 Bei der Wiedergründung des Bienenzüchter-Zweigvereins Zams wurde der alte Ausschuss auf drei Jahre wieder gewählt. Nach dem Wegfall der Landecker Imker beanspruchte der Verein Landeck das Kassageld. Freiwillig wurde den Landeckern der Betrag von S 40.- überlassen. Bezirksobmann Franz Beer referierte über Bienenhaltung und schlug den Zammer Imkern vor, auf Verbandskosten ein Zuchtvolk von Herrn Eberharter aus Schwaz anzukaufen, wenn der Zammer Verein die Beute stellt und die Betreuung übernimmt. Züchter Pangratz konnte 14 Königinnen züchten, 11 wurden auf der Belegstelle begattet. 

1951 Wegen der Verteilung der Rasseköniginnen gab es Unstimmigkeiten, die zum Rücktritt des Zuchtwartes und einem Austritt aus dem Verein führte. Alfons Krismer übernahm die Weiterzucht. 12 begattete Edelköniginnen konnten verteilt werden. 

1952 Bezirksobmann Franz Beer referierte über Zuchtwesen und Honigpreisentwicklung. Wegen erneuter Unstimmigkeiten infolge der Zuteilung der Königinnen traten zwei weitere Imker - auch der Zuchtwart - aus dem Verein aus, allerdings konnten 5 neue Mitglieder begrüßt werden. Der vom Landesverband festgesetzte Mitgliedsbeitrag betrug S 14.-. 

1953 Die Imker Alfons Geiger und Eduard Haid wurden infolge ihrer langjährigen Zugehörigkeit zum Verein und ihrer Funktionärstätigkeit einstimmig zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für die nächsten 3 Jahre in den Ausschuss gewählt wurden Josef Siegele (Obmann), Alfons Geiger (Stellvertreter), Alois Huber (Kassier) und Artur Storch (Schriftführer). Eine neue Zuchtgruppe wurde aufgestellt. Die Vereinsschleuder wurde an Mitglieder in Zukunft kostenlos verliehen. 

1954 Ehrenobmann Alfons Geiger verstarb in diesem Jahr, Christian Linder wurde zum Obmann-Stellvertreter gewählt. Bezirksobmann Franz Beer berichtete von den Königinnenzuchterfolgen der vergangenen Jahre. Am 10.5. fand im Gasthof Kaifenau ein Vortrag von Fachlehrer Saurwein über die Bienenkrankheiten Nosema und Milbe statt, am 12.12. referierte Bezirksobmann Franz Beer zum selben Thema und stellte die Heilmittel Nosemak und Fumidil vor. 

1955 Bei der JHV wurde des verstorbenen Imkers Ing. Lüftenegger gedacht. Bezirksobmann Franz Beer berichtete vom Erfolg der Nosemabekämpfung im vergangenen Jahr. Zur Information der Mitglieder am Zammerberg wurde eine Mittelsmann bestimmt. 

1956 Die Neuwahl des Ausschusses ergab keine Änderungen. Auch für die Imker aus Stanz wurde ein Mittelsmann zur Informationsübermittlung gefunden. Die Erhöhung des Versicherungsbeitrags um S 5.- sollte zu besseren Leistungen führen. Der Zuckerpreis betrug S 5,50 pro Kilogramm, Herbstzucker wurde mit S 1.- pro kg vom Verband subventioniert. 

1957 Herr Rienzner hielt einen lehrreichen Vortrag über Obstbau und Bienenzucht und wies darauf hin, dass das Spritzen während der Blütezeit verboten ist. Bezirksobmann Franz Beer beantwortete aktuelle Fragen der Imker. 

1958 Fünf Imker aus Stanz traten aus dem Verein Zams aus und gründeten einen eigenen Verein. Die Vereinsmitglieder beschlossen, sich in Zukunft an jedem ersten Sonntag im Monat im Gasthof „Zur Haltestelle“ zum Meinungs- und Erfahrungsaustausch zu treffen. WL Franz Beer hielt einen Vortrag über die Behandlung der Völker im Frühjahr. 

1959 zählte man im Verein 32 Mitglieder, die 532 Bienenvölker betreuten. Bei der Neuwahl wurde Josef Saurwein zum Obmann, Josef Siegele zu seinem Stellvertreter, Alois Huber zum Kassier und Artur Storch zum Schriftführer gewählt. WL Franz Beer hielt ein Referat über die Förderung der heimischen schwarzen Biene Apis mellifica mellifica. 

1960 Eine Exkursion, organisiert vom Landesverband, führt die Zammer Imker nach Illertissen (BRD), zum größten Bienenzuchtbetrieb Deutschlands. WL Franz Beer hielt anlässlich der JHV einen Lichtbildervortrag über die Tracheenmilbe und ihre Bekämpfung. 

1961 Die Vereinsschleuder ließ man neu streichen. Bei der JHV hielt WL Franz Beer ein Referat über die Notwendigkeit der Erstellung von Reservevölkern und über die Königinnenzucht. 

1962 Zur Einweihung des neuen Gebäudes der Imkergenossenschaft Imst mit der modernen Wachsverarbeitungsmaschine wurden auch die Zammer Imker eingeladen. Die Neuwahl des Ausschusses erbrachte folgendes Ergebnis: Josef Saurwein – Obmann, Josef Siegele – Omann-Stellvertreter, Heinrich Prieth – Kassier, Artur Storch – Schriftführer. WL Franz Beer hielt ein Referat über Bienenkrankheiten und Königinnenzucht. Der Mitgliedsbeitrag wurde zum Ankauf neuer Zuchtvölker nach einstimmigem Beschluss um S 5.- erhöht. 

1964 Erstmals wurde eine Staffelung des Mitgliedsbeitrages je nach Völkerzahl beschlossen. Er betrug bis 30 Völker S 5.-, über 30 Völker S 10.-. WL Franz Beer heilt einen Vortrag über Schwarmverhinderung. 

1965 Bei der Neuwahl wurde Artur Storch zum Obmann, Josef Siegele zu seinem Stellvertreter, Heinrich Prieth zum Kassier und Alois Kofler zum Schriftführer gewählt. WL Franz Beer beschrieb in seinem Referat das Zusetzen von Königinnen. 

1966 Anlässlich der JHV berichtete WL Franz Beer von den neu entdeckten Bienenkrankheiten Septikämie und Rickettsiose, welche die Entwicklung der Völker stark hemmen. Bei der anschließenden Diskussion wurde der sprichwörtliche Fleiß und die Schwarmträgheit der Tiroler Biene gelobt. 

1967 In diesem Jahr legte man vereinsintern den Schwerpunkt auf die Jungimkerförderung. Jeder Jungimker erhielt vom Bienenzuchtverband nach dem Besuch des Anfängerkurses in der Imkerschule in Imst zwei Beuten samt Völkern nach Wahl geschenkt. Heinrich Prieth gab das Amt des Kassiers auf, Alois Theiner wurde zum Kassier gewählt. 

1968 Des verstorbenen langjährigen Obmannes und Obmann-Stellvertreters wurde besonders gedacht. Die Neuwahl ergab folgendes Ergebnis: Obmann – Artur Storch, sein Stellverteter – Juen Hans, Kassier – Theiner Alois, Schriftführer – Kofler Alois. WL Franz Beer berichtete von der Amerikanischen Faulbrut, der schlimmsten Bienenkrankheit und von deren Bekämpfung. 

1970 Das Thema vereinseigene Bienenzuchtgeräte wurde angeschnitten, galt aber noch als unerledigt. Die Imker wurden gebeten, den Honig nicht unter S 50.-  pro kg zu verkaufen. 1969 war das Bienenhaus der Tertiarschwestern in Kronburg abgebrannt. Es wurde wieder errichtet, und eine junge Schwester, die dem Zammer Verein beitrat, betreute die Bienen weiter. 

1971 Bei der JHV sprach der stellvertretende Bezirksobmann Hans Trenkwalder über die Zusammenarbeit im Verein, gemeinsame Werbung und den Wert des Honigs. Bei der Neuwahl wurde Alois Theiner zum Obmann, Hans Juen zu seinem Stellvertreter, Haid Franz zum Kassier und Alois Kofler zum Schriftführer gewählt. Die vereinseigene Schleuder wurde Haid Franz überlassen, die Stockwaage Hans Juen zur Verwahrung gegeben. Der neue Obmann organisierte gemeinsam mit dem Bezirksobmann Franz Beer einen gelungenen Ausflug der Bienenzüchter des Bezirkes nach Kaltern. Am Kalterer See wurde weniger dem Seewasser, sondern mehr dem Weingott Bacchus gehuldigt und auf der Rückfahrt an mehreren „Tankstellen“ eingekehrt. Der Schriftführer schrieb ins Protokollbuch: „An Weiteres kann ich mich leider nicht mehr erinnern, aber wie es scheint, müssen wir doch noch gut nach Hause gekommen sein.“ 

1972 Man beschloss, sich an jedem ersten Sonntag im Monat zum Erfahrungsaustausch zu treffen. WL Beer hielt einen Vortrag über Seuchenbekämpfung und Versicherungswesen. 

1973 Über die Völkerbehandlung im Herbst, die frühzeitige Auffütterung, das Einlegen von Stockwindeln, die Frühjahrsfütterung und die Schwarmverhinderung referierte WL Franz Beer bei der JHV. 

1974 Der gesamte Vereinsvorstand wurde einstimmig wiedergewählt. WL Hans Trenkwalder berichtete von Bienenkrankheiten und von den verschiedenen Arten von Schwärmen. Franz Haid kaufte die Stockwaage zum Preis von S 1600.- dem Verein ab. Es wurde vorgeschlagen, den  Honigpreis mit S 60.- pro kg wie im Vorjahr zu belassen. 

1975 WL Franz Beer zeigte anlässlich der JHV auf, wie der Imker das Schwärmen erfolgreich verhindern kann. 

1976 Imkermeister Schranz stellte in seinem Referat Vor- und Nachteile der Hinterbehandlungsbeute und der Magazine gegenüber und stellte die Maikrankheit der Bienen vor. Der Honigpreis wurde mit S 80.- vorgeschlagen. 

1977 Die Neuwahl erbrachte folgendes Ergebnis: Alois Theiner wurde Obmann, Johann Juen sein Stellvertreter, Kassier wurde Karl Ehrlich und Schriftführer Bernhard Grünauer. WL Franz Beer referierte über Bienenkrankheiten, Bruttätigkeit, Beutenformen und Ablegerbildung. WL Hans Trenkwalder wurde in den Vorstand des Landesverbandes gewählt. Der Honigertrag war mäßig, ein kg Zucker kostete S 8,78. 

1978 Der Mitgliedsbeitrag betrug für 1 bis 10 Völker S 50.-, für 11 bis 30 Völker S 90.-, von 30 bis 100 Völker S 130.-. WL Hans Trenkwalder referierte über Bienenhaltung, Einfütterung, Bienenkrankheiten und Spritzschäden. Leider erbrachte das Jahr eine totale Missernte. Der Zuckerpreis betrug S 11,40 pro kg. Erstmals überreichte der Bienenzüchter Zweigverein Zams an vom Landesverband für Bienenzucht geehrte verdiente Imker auch eine vereinseigene Urkunde. Franz Peer erhielt die goldene Verdienstmedaille, Franz Weber die silberne, 5 weitere Imker des Zammer Vereins erhielten die bronzene Verdienstmedaille. 

1979 Über Königinnenerneuerung referierte Fachlehrer Zangerl aus Imst und zeigte einen beeindruckenden Film über den neuen Bienenschädling, die Varroamilbe. Der Zuckerpreis stieg in diesem Jahr auf S 11,90. 

1980 Die Neuwahlen ergaben keine Änderung in der Vereinsführung. Schuler Andreas wurde für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt, zwei weitere Imker für 25-jährige Vereinszugehörigkeit. Der Obmann der Agrargemeinschaft Zams, Hermann Hammerl, der als Ehrengast der JHV beiwohnte, spendierte dem Bienenzüchterverein Zams eine Imkerkerze. Den kunstvollen Ständer dazu schmiedete Remy Pangratz, Kunstschmied in Imst. Als kleine Anerkennung erhielt Herr Pangratz 10 kg Honig. Weiters wurde beschlossen, das Ambrosiusfest jährlich feierlich zu begehen. WL Hans Trenkwalder hielt einen aufschlussreichen Vortrag über Varroa-Verhütung. Der kalte Sommer brachte nur einen geringen Honigertrag, der Honigpreis stieg auf S 90.- bis 120.-.   

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1981 Bei der JHV wurde beschlossen, die Imkerkerze zu Ehren eines verstorbenen Imkers an seinem Sarg aufzustellen. Sie soll ihn auf seinem Heimweg zum Herrn begleiten. Dafür wird kein Kranz mehr gekauft. WL Franz Beer wurde zum Ehrenobmann ernannt. Der Leiter der Imkerschule Imst Josef Schranz hielt einen interessanten Vortrag über Frühjahrspflege und Wanderung. Der Honigertrag war mäßig. 

1982 Anlässlich der JHV hielt Fachlehrer Zangerl aus Imst ein lehrreiches Referat über Ablegerbildung und Ablegerverwendung. Das Honigjahr war gut, der Zuckerpreis betrug S 12,90. 

1983 Der gesamte Ausschuss wurde wiedergewählt. Zum Seuchenwart wurde Thomas Zangerl gewählt. WL Hans Trenkwalder  referierte über Bienenkrankheiten und Königinnenzucht. Anschließend stellte sich der neu gewählte Bezirksobmann Johann Weiskopf aus Pians vor. An der  Lehrfahrt nach Finkenberg im Zillertal nahmen 29 Imker bzw. ihre Ehefrauen teil. Die Fahrtkosten übernahm der Verein. 

1984 Der reine Vereinsbeitrag wurde nach einstimmigem Beschluss von S 10.- auf S 20.- erhöht. Altobmann Artur Storch spendierte dem Verein 2 Fachbücher. Der Vizepräsident des Landesverbandes Zangerl aus Imst stellte die Arbeit des Landesverbandes im Streifzug vor. Der Honigertrag war mäßig. Der Zuckerpreis stieg auf S 16,30 an. 

1985 Die Mitglieder beschlossen bei der JHV, in Zukunft alle Imker für 15-jährige Mitgliedschaft beim Bienenzüchterverein Zams vereinsintern zu ehren. Begeistert waren die Zammer Imker vom  Vortragenden Paul Fiegl, vulgo „Bienenpaul“, aus dem hintersten Ötztal. So urig, wie die Bevölkerung dort ist, fiel auch sein Vortrag über das ganze Bienenjahr aus. Der Chronist vermerkte: „Solche Menschen wie der Bienenpaul sind das Salz für unsere Bienen und deren Halter.“ Obwohl in diesem Jahr viele Imker ihre Bienen noch im Juni füttern mussten, trugen diese im Juli und August viel Honig ein. Der Zuckerpreis betrug S 16,70. 

1986 Die Neuwahlen erbrachten keine Veränderung. Franz Weber erhielt für 50-jährige Vereinstreue vom Landesverband die Weippl-Medaille in Bronze. Obmann Alois Theiner und sein Stellvertreter Johann Juen erhielten vom Landesverband die silberne Verdienstmedaille. WL Heinrich Gritsch zeigte einen sehenswerten Film und führt durch das Bienenjahr. 

1987  Über die Bienenkrankheiten Varroatose, Nosema, Amöbenkrankheit und Ruhr referierte Imkermeister Josef Schranz . Er appellierte an die Imker, die vom Verein ausgegebenen verbilligten Varroagitter zur Kontrolle des Milbenfalls einzusetzen und gab praktische Tipps zur Vermeidung bzw. Behandlung dieser Krankheiten. Beiträge für Mitglieder: Landesverbandsbeitrag für 1-10 Völker S 60.- , Versicherung S 25.- , Vereinsbeitrag S 20.- . Der Sommer war stark verregnet, der Honigertrag (S 100.- pro kg) mittelmäßig. 

1988 Die 38 Mitglieder des Vereins betreuen 385 Völker. Franz Beer erhielt für 60-jährige Vereinstreue ein Ehrengeschenk. WL Hans Trenkwalder stellte in seinem Vortrag die biologische und chemische Bekämpfung der Varroa vor. Das Honigjahr war schlecht, Varroa konnte noch keine gefunden werden. 

1989 Die Neuwahl ergab keine Änderung, außer dass Obmann Alois Theiner auch das Amt des Seuchenwarts von Thomas Zangerl übernahm. Bezirksobmann Johann Weiskopf referierte über die Varroabekämpfung und die Ablegerbildung. In diesem sehr schlechten Honigjahr wurde noch keine Varroa auf Zammer Bienenständen gefunden. 

1990 Besonders wurde der verstorbenen ehemaligen Funktionäre des Vereines Alois Kofler und Ehrenobmann Franz Beer gedacht. Schuler Andreas wurde für 50-jährige Mitgliedschaft sowohl vereinsintern als auch vom Landesverband geehrt. IM Josef  Schranz trug in seinem Vortrag „Quer durchs Bienenjahr“ viele praktische Tipps zur Bienenhaltung vor. 

1991 Der Leiter der Imkerschule Imst und Schriftleiter der Alpenländischen Bienenzeitung DI Gstrein referierte anlässlich der JHV in gut verständlicher Form über Bienenkrankheiten und ihre Erreger. 

1992 Die Neuwahlen ergaben keine Veränderung. Obmann Theiner Alois und sein Stellvertreter Johann Juen konnten aus der Hand des Präsidenten des Tiroler Landesverbandes für Bienenzucht als Anerkennung und Dank für ihre langjährige Funktionärstätigkeit die bronzene Weippl-Medaille entgegennehmen. Bezirksobmann Johann Weiskopf referierte über die Fütterung der Bienen. In Zukunft wolle man sich an jedem zweiten Sonntag im Monat nach dem Messbesuch zu einem Meinungsaustausch treffen. Völlig unerwartet verstarb im Oktober der amtsführende Kassier Karl Ehrlich. Die Imkerkerze begleitete ihn auf seinem Heimgang zum Herrn. 

1993 Bei der Ergänzungswahl wurde Anton Rudig zum Kassier gewählt. WL Heinrich Gritsch referierte über Bienenkrankheiten und zeigte einen dazu passenden Film. Die 30 Mitglieder betreuten in diesem Jahr 295 Völker. 

1994 Es wurde beschlossen, dass für jedes der 30 aktiven Mitglieder des Vereins S 100.- an die Tiroler Imkergenossenschaft überwiesen werden, wodurch der Verein Teilhaber der Imkergenossenschaft bleibt. Das Geld wurde für den Einbau eines Lastenaufzugs und einer Raasmaschine benötigt. WL Josef Schranz referierte in seiner bekannt humorvollen Art zu brillanten Dias über Frühjahrsentwicklung, Kalkbrut und Tracheenmilbe. Vier der fünf Imker im Finais mussten wegen der Erstellung einer Deponie für Aushubmaterial des Zammer Bahntunnels ihre Bienenhäuser verlegen. 

1995 Obmann Alois Theiner erklärte sich bereit, ein weiteres Jahr die Funktion des Obmanns und die des Seuchenwarts zu bekleiden. Anton Rudig wurde zu seinem Stellvertreter gewählt, Edmund Theiner zum Kassier. Schriftführer blieb Bernhard Grünauer. Alexander Albl erhielt für 40-jährige Mitgliedschaft die silberne Verdienstmedaille des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol, Obmann Alois Theiner die goldene Verdienstmedaille. Beide Imker wurden auch vereinsintern geehrt. Anschließend hielt Bezirksobmann WL Johann Weiskopf einen Vortrag zum Thema „Durchs Bienenjahr“. 

1996 Nach dem Rücktritt von Obmann Alois Theiner gab es zwei Wahlvorschläge: Norbert Prantner und Obmann-Stellvertreter Anton Rudig. Die Wahl gewann Norbert Prantner. Anton Rudig legte seine Funktion zurück. Nikolaus Antretter wurde zum Obmann-Stellverteter gewählt. Kassier blieb Edmund Theiner, Schriftführer Bernhard Grünauer und Seuchenwart Alois Theiner. Präsident Hans Trenkwalder zeigte einen Film und Dias über Bienenvermehrung und Königinnenzucht. Beschlüsse:

  1. Wanderimker müssen im Gemeindegebiet von Zams ein Gesundheitszeugnis vorlegen.
  2. Mittel zur Vorbeugung von Bienenkrankheiten werden bis zu 30 Völkern pro Mitglied kostenlos abgegeben, so lange es die Vereinsfinanzen erlauben.
  3. Ehrengeschenke dürfen vom Ausschuss vergeben werden.

Nach langem, schwerem Leiden verstarb Anfang Juni der Imkerkollege Anton Rudig.                

Ende Juni fand eine Lehrfahrt zum Bienenstand von WL Ludwig Metzler in Alberschwende mit Rückfahrt über den Hochtannberg statt. Die Fahrtkosten übernahm der Verein.

1997 Mehrere Ehrungen konnten durchgeführt werden: Langzeitobmann Alois Theiner wurde von der Mitgliederversammlung zum Ehrenobmann, sein langjähriger Stellvertreter Johann Juen zum Ehrenmitglied ernannt. Weber Franz und Johann Juen wurden vom Landesverband mit der goldenen Verdienstmedaille, Bernhard Grünauer wurde mit der silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Alle verdienten Imker erhielten auch vom Verein Ehrengeschenke. Der Vizepräsident des Landesverbandes Kurt Oberthaler zeigte einen Videofilm und Dias und referierte über biotechnische Maßnahmen der Varroabekämpfung. Nassenheider Applikatoren wurden bis zur Hälfte der Völkerzahl kostenlos abgegeben, Ameisensäure zur Gänze kostenlos. Beim Verein sind 29 aktive Imker, die 342 Völker betreuen, und 5 unterstützende Mitglieder gemeldet. Anfang Juli fand gemeinsam mit dem Imkerverein Landeck eine Lehrfahrt nach Dietenheim und ins Ahrntal statt. Die Buskosten teilten sich die Vereine Zams und Landeck.

 

 

   

 

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1998 Bei den Neuwahlen gab es keine Veränderung. Wie im Vorjahr wurde für die Hälfte der gemeldeten Völker gratis Nassenheider Applikatoren oder die neuen Universalverdunster ausgegeben. Erstmals gab es von der EU eine 80 %-ige Förderung der Varroabekämpfungsmittel. WL Gerhard Oberdacher stellte in einem interessanten Vortrag, untermalt mit wunderschönen Dias, seine Betriebsweise im Jahreslauf vor. Die Lehrfahrt führte die Zammer Imker zum Bienenstand von Bezirksobmann WL Gerhard Oberdacher in Fügen im Zillertal, wo sein moderner Imkerbetrieb und seine vitalen Völker besichtigt werden konnten.   

   

   

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1999 Der Vereinsbeitrag wurde auf einstimmigen Beschluss von S 20.- auf S. 30.- erhöht. Imkermeister Martin Ennemoser hielt ein sehr praxisnahes Referat zu anschaulichen Dias zum Thema „Durchs Bienenjahr“. Neben der Ameisensäurebestellung wurde allen Imker erstmals auch das neue Mittel Thymovar zur Varroabekämpfung gratis zur Verfügung gestellt. Wieder gab es eine EU-Refundierung von 80%. Die Lehrfahrt führte zu Herrn Margreiter in Steinberg am Rofan. Die Rückfahrt führte über Bad Tölz nach Pettnau, wo die Imkermusik mit Lois Venier und dem Obmann wie im Vorjahr zur Unterhaltung aufspielte. Am 30. August begleitete die Imkerkerze den langjährigen Schriftführer und Obmann des Bienenzüchtervereins Zams Artur Storch auf seinem Heimgang zum Herrn, am 14. November ist der Vereinsälteste, Franz Weber, friedlich entschlafen. Die Imkerkerze brannte auch an seinem Grab.

   

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2000 Schuler Andreas erhielt für 60-jährige Mitgliedschaft beim Bienenzüchter Zweigverein Zams die goldene Medaille des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol. Außerdem wurde er bei der JHV auch vom Vereinsvorstand geehrt. Wegen der mäßigen Beteiligung von Mitgliedern bei der letzten Lehrfahrt wurde beschlossen, diese nur mehr alle zwei Jahr durchzuführen. Wenn keine Lehrfahrt geplant ist, soll eine gesellige Veranstaltung stattfinden. WL Peter Lettenbichler hielt unter Einsatz der modernsten technischen Hilfsmittel wie Laptop und Datenprojektor ein interessantes Referat über die Auswinterung der Bienen und die Behandlung der Bienen zur Bekämpfung der Varroamilbe. Am 19. Mai verstarb unser langjähriger Imkerkollege Hochw. Herr Consiliarius Andreas Zangerl. Die vom Verstorbenen selbst geweihte Imkerkerze unseres Vereines begleitete Consiliarius Andreas Zangerl am 23. Mai 2000 heim in das Reich des Friedens. Wir werden unseren lieben Imkerkollegen stets dankbar in Erinnerung behalten. Am 30. September wurde anlässlich des 80-Jahre Jubiläums der Gründung des Bienenzüchter Zweigvereins Zams im Kultursaal der Gemeinde im Rahmen des Zammer Kulturherbsts ein Vortrag über den Einsatz des Honigs zu Heilzwecken in der Praxis organisiert. Frau Dipl. KS Katrin Rieder aus der Schweiz referierte. Eine Produktausstellung der Imkergenossenschaft, Imkergeräte sowie ein Schaukasten mit lebenden Bienen von Vereinsmitgliedern interessierte viele Besucher. Nach der Ambrosiusmesse wurden alle Vereinsmitglieder mit deren Ehefrauen zu einem Abendessen eingeladen.

 

2001 Nach kurzer, schwerer Krankheit starb am 15.1. überraschend das Ehrenmitglied des Vereins, der langjährige Obmann-Stellvertreter Hans Juen. Viele Imker geleiteten ihn mit der Imkerkerze zu seiner letzten Ruhestätte.

Am 7. April 2001 fand im Gasthaus zur Haltestelle in Zams die Jahreshauptversammlung des Bienenzüchtervereins Zams mit Neuwahlen und Hygieneschulung durch Bezirksobmann WL Herbert Schlatter statt. 

Abb.1

Abb.2

Abb.3

Ehrungen: Bernhard Grünauer für 25-jährige Mitgliedschaft beim Bienenzüchterverein Zams (Abb.1 - Mitte)
Klaus Peer für 15-jährige Mitgliedschaft beim Bienenzüchterverein Zams (Abb.1 - 4. von links)
Edmund Theiner für 15-jährige Mitgliedschaft beim Bienenzüchterverein Zams (Abb.1 - 2. von links)
Bezirksobmann Herbert Schlatter (Abb.1 - 1. von links) und Vereinsobmann Norbert Prantner (Abb.1 - 5. von links) nahmen die Ehrungen vor.

Ehrengäste: Vizebürgermeister Hubert Lenhart (Abb.3 - 3. von links), Bezirksobmann WL Herbert Schlatter (Abb.3 - Mitte), Ehrenbezirksobmann WL Johann Weiskopf (Abb.2), Ehrenobmann Alois Theiner (Abb.3 - 1. von links)

Bei den Neuwahlen wurde der bisherige Ausschuss bestätigt.
Nach dem Referat mit
Hygieneschulung durch Bezirksobmann WL Herbert Schlatter wurden folgende Beschlüsse gefasst:
1. Peter NEUNER aus Zams wurde neu in den Verein aufgenommen.
2. Einstimmig wurde beschlossen, bis zu einem gegenteiligen Beschluss die Kosten des Anfängerkurses für Imkerneulinge aus der Vereinskasse zu begleichen, wenn sie unserem Verein beitreten. 
3. Im heurigen Jahr soll keine Lehrfahrt durchgeführt werden, sondern anlässlich der Ambrosiusfeier ein Kameradschaftsabend finanziert werden.
Rundschau - Zeitungsartikel über die Jahreshauptversammlung 2001

 

2002 Siebzehn aktive Imker und mehrere Ehrengäste (Bürgermeister OSR Othmar Sordo, Bezirksobmann WL Herbert Schlatter, Ehrenbezirksobmann WL Johann Weiskopf, Ehrenobmann Alois Theiner) fanden sich zur JHV ein. Der Bezirksobmann des Bezirkes Imst, IM Marcel Klotz (Abb.2), referierte über die Imkerei im Jahreslauf und stellte die verschiedenen Arten der Varroabehandlung praktisch vor.

Abb.1

Abb.2

Abb.3
 

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Die Imker hatten sich neben der obligaten Ameisensäurebehandlung für eine weiter Methode (Oxalsäureverdampfung, Bienenwohl oder Milchsäure) zu entscheiden und die Bestellung abzugeben. Man beschloss wie im Vorjahr keine Vereinslehrfahrt durchzuführen, sondern eine Ambrosiusfeier zu finanzieren. Reinhard KLINGSEIS aus Zams wurde neu in den Verein aufgenommen.

Abb.4 Abb.5 Abb.6
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Ehrungen: Bernhard Grünauer war vom Landesverband für 25-jährige Tätigkeit als Schriftführer und für 26 Jahre aktive Mitgliedschaft beim Bienenzüchterverein Zams mit der bronzenen Weippl-Medaille ausgezeichnet worden. Der Obmann gratulierte herzlich. (Abb.4 - 2. von rechts) Ehrenpräsident WL Hans Trenkwalder erhielt bei der Landesverbandssitzung das diamantene Verdienstzeichen. (Abb.5 - Mitte)
Andreas Trattner (Abb.6 - Mitte) und Franz Haid wurden für 25-jährige aktive Mitgliedschaft beim BZV Zams geehrt.

2003 Bei der JHV am 26. April 2003 wurde in einer Gedenkminute des vor wenigen Tagen verstorbenen langjährigen Mitglieds Alois Huber gedacht. Er war von 1978 bis 1998 Mitglied des BZV Zams. Der Obmann konnte mit Bürgermeister OSR Othmar Sordo einen langjährigen Freund und Förderer des BZV Zams begrüßen. Ehrenbezirksobmann WL Johann Weiskopf nahm die Ehrung verdienter langjähriger Mitglieder unseres Vereines und des Landesverbandes  vor. Ehrenobmann Alois Theiner wurde ebenfalls herzlich willkommen geheißen. Erstmals war mit Kameramann Wolfgang Mathoy auch ein Mitarbeiter des Kabelfernsehens Landeck dabei, der einen Mitschnitt in der Sendung "Zrugg gschaut" bringen wird. Auch die Presse der Region zeigte Interesse, Frau Ingeborg Pircher schrieb für die "Oberländer Rundschau" eifrig mit. Bericht in der Rundschau, vom 6.5.03    Bericht im Blickpunkt, vom 7.5.03

Im Jahr 2002 wurden zwei vom Landesverband spendierte Schaukästen an den beiden Hauptschulen aufgestellt. Für das Aufstellen an der Sprengelhauptschule bedankte sich der Obmann bei Kassier Edmund Theiner und für die Befüllung und Pflege beim Imkerkollegen Anton Peer. Den Schaukasten an der ÜHS im Klostergarten Zams betreute der Obmann selbst.

Nach den Ansprachen der Ehrengäste - Bgm. Othmar Sordo wollte sogar unterstützendes Mitglied des Vereines werden, was aber laut Vereinsstatuten nur ehemaligen aktiven Imkern vorbehalten ist - sahen die Anwesenden den interessanten Lehrfilm von WL Ludwig Metzler "Imkern - ein faszinierendes Hobby".

Abb.1: JHV 2003

Abb.2: Bgm. Othmar Sordo

Abb.3: Videofilmpräsentation

 

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Ing. Helmut Kaiser und der Obmann des Obstbauvereins Zams Bruno Wohlfarter wurden für 25-jährige aktive Mitgliedschaft beim BZV Zams geehrt.

Abb.4: Helmut Kaiser  wird geehrt

Abb.5: Ehren-BO WL Johann Weiskopf

Abb.6: Wolfgang Mathoy

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Da Mittel zur Varroatosebekämpfung heuer nicht mehr von der EU mitfinanziert werden, übernimmt der Verein mit den Subventionsgeldern der Agrargemeinschaft und der Gemeinde Zams den Ameisensäureankauf aus der Vereinskasse. Weitere Mittel müssen selbst finanziert werden. Zahlreiche Mitglieder werden heuer am Bezirksausflug teilnehmen. Deshalb verzichten wir auf eine eigene Lehrfahrt und finanzieren wieder eine  Ambrosiusfeier.
Am 5. Dezember 2003 verstarb unser langjähriges Mitglied Karl Zangerl. Die Imkerkerze des Bienenzüchtervereins Zams  begleitete ihn auf seinem Heimgang zum Herrn. Wir werden unseren lieben Imkerkollegen stets dankbar in Erinnerung behalten.

2004 Bei der JHV im Gasthof Egg konnte der Obmann den neu gewählten Bürgermeister der Gemeinde Zams, Helmut Gstir, herzlich begrüßen. Nach dem Gedenken an den vor dem Ambrosiusfest 2003 verstorbenen Kollegen Karl Zangerl wurde Ehrenobmann Alois Theiner und der Referent des Abends WL Josef Schranz herzlich willkommen geheißen. Frau Kathrin Walter berichtete für die Rundschau, Herr Wolfgang Mathoy filmte für das Kabelfernsehen. Schriftführer Bernhard Grünauer verlas in bewährter Weise das Protokoll der JHV des Vorjahres. Obmann Prantner Norbert berichtete von der Weiterführung der Schaukastenaktion wie im Vorjahr und von der regen Teilnahme von Zammer Imkern am Bezirksausflug in die Wildschönau, von der Bezirksversammlung am 3. Jänner 2003 in Landeck und von der JHV der Landesversammlung für Bienenzucht am 3.4.2003 in Innsbruck, bei welcher der Obmann des ÖIB DI Josef Ulz referierte.

Bürgermeister Helmut Gstir versprach, immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Imker zu haben und führte die Neuwahl des Ausschusses durch. Der alte Ausschuss wurde einstimmig wieder gewählt. Nach einer Änderung der Vereinsordnung müssen auch die Kassaprüfer für die gesamte Wahlperiode gewählt werden. Einstimmig wurden Valentin Schuler und Wellenzohn Günter gewählt. Der Imster Ehrenbezirksobmann Josef Schranz und BGM Helmut Gstir überreichten Herrn Josef Mairhofer für 25-jährige Mitgliedschaft das bronzene Verbandsabzeichen des Landesverbandes, eine Urkunde des BZV Zams und ein Ehrengeschenk.

Auch Herr Peter Wörgötter wurde für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Arnold Prantner hat im Mai den Anfängerkurs besucht und wurde neu in den Verein aufgenommen.

WL Josef Schranz trug interessante Tipps und Tricks zur Behandlung der Bienen im Jahreslauf vor. An Wasser-Blatt-Tagen (Krebs-Skorpion-Fisch) sollte man nach seiner Ansicht die Bienen in Ruhe lassen!

Am 24. Oktober 2004 verstarb unser ältestes aktives Vereinsmitglied Andreas Schuler. Er war 65 Jahre lang Mitglied des BZV Zams. Die Imkerkerze begleitete ihn auf seinem letzten irdischen Weg. Wir werden unseren lieben Imkerkollegen stets dankbar in Erinnerung behalten.

2005 Die 85. JHV des BZV Zams fand erstmals im Gasthof Kreuz in Rifenal statt. Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Imker des Bienenzuchtvereins Zams begrüßte der Obmann den Ehrenobmann Alois Theiner, den Referenten des Abends, Ehrenpräsident Ing. Hans Trenkwalder, und alle Mitglieder sehr herzlich. Christoph Rüf berichtete für die Rundschau. Mehrere Imker des Vereins nahmen am Bezirksausflug nach Zernez teil, informierten sich beim interessanten Imkerstammtisch über Honigprämierung und -beurteilung und pflegten die Kameradschaft beim nun schon zur angenehmen Gepflogenheit gewordenen Ambrosiusessen im Gasthof Gemse. Erstmals fand die Ambrosiusmesse nicht am selben Abend statt, sondern am darauf folgenden Feiertag. Auf Grund der Änderung des Vereinsgesetzes mussten die Vereinsstatuten überarbeitet werden. Einstimmig wurde beschlossen, die vom Landesverband ausgearbeiteten Statuten zu übernehmen. 
Obmann Norbert Pantner berichtete von der Aktion "Imker in der Schule", welche ihn im Frühjahr in vier Klassen der VS Zams und des Sonderpädagogischen Zentrums Zams führte.
 Kurzbericht des Obmanns

4 Klassen werden besucht

SchülerInnen  der VS Zams

Imkerliche Geräte werden vorgezeigt
Schutzkleidung wird anprobiert Erklärung der Mittelwandherstellung Bestäubung - wichtigste Aufgabe
Lebende Bienen faszinieren Das Glas schützt vor Stichen Wer findet die Königin?

Hans Kögl und Edmund Theiner wurden für 25-jährige Mitgliedschaft beim Verein und beim Landesverband mit der bronzenen Verdienstmedaille ausgezeichnet, Alexander Albl wurde für 50-jährige Mitgliedschaft beim Verein und beim Österreichischen Imkerbund mit der bronzenen Weippl-Medaille geehrt. Allen Geehrten wurden auch Urkunden und Ehrengeschenke vom Verein überreicht.

Ehrenpräsident Trenkwalder überreicht das Ehrenzeichen

Obmann N. Prantner gratuliert dem Kassier Edmund Theiner

   

WL Ing. Hans Trenkwalder beim Referat

... und bei humorvollen Bemerkungen

Ehrenpräsident WL Hans Trenkwalder referierte praxisnah über die zeitgemäße Führung von Bienenvölkern - sowohl in Hinterbehandlungsbeuten, als auch in Magazinbeuten.

Im Sommer trat Hermann OBERPRANTACHER dem BZV Zams bei.           Bericht in der Rundschau vom 27.4.05

2006 Am 8. April 2006 fand im Kultursaal der Gemeinde Zams die diesjährige JHV statt. Vizebürgermeister Andreas Kopp zeigte sich den Bienenzüchtern und ihrer Tätigkeit gegenüber sehr aufgeschlossen, da sein Vater selber aktiv imkert. Besonders lobte er die Tätigkeit der Bienenzüchter in den Schulen, denn die Bienenzucht sei ein lohnenswertes Hobby und böte den jungen Menschen eine sinnvolle Beschäftigung. Hansjörg Doblander und Johann Thurner konnten für 15-jährige Mitgliedschaft beim Verein mit einer Urkunde und einem Ehrengeschenk ausgezeichnet werden, Thomas Zangerl für 25-jährige Mitgliedschaft und Ehrenobmann Alois Theiner für 40-jährige Mitgliedschaft beim BZV Zams. Die Ambrosiusmesse  und -feier wurde von 25 Imkerfrauen und Imkern besucht - die sukzessive Steigerung des Interesses ist erfreulich.
WL Heinrich Gritsch referierte im Anschluss an die Versammlung zum Thema: "Eckpunkte meiner Betriebsweise". Heinrich Gritsch ist weit über Tirol hinaus als Autor des von der Apimondia prämierten Buches "Imkern im Gebirge" bekannt. Seine praktischen Tipps wurden von den Imkern gerne aufgenommen.

Alois Theiner - 40 Jahre Mitglied

H. Gritsch: "Imkern im Gebirge"

WL Heinrich Gritsch, Silz

2007 Die 87. Generalversammlung des Bienenzüchter-Zweigvereins Zams des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol wurde am 31. März im Gasthof Gemse abgehalten. 18 Vereinsmitglieder wählten dabei einstimmig den neuen Vorstand. Neu in den Verein aufgenommen wurden Elisabeth und Andreas Zangerl. Der Ankauf von "Bienenwohl" im vergangenen Imkerjahr hat ein Loch in die Kassa gerissen (- 600 Euro), deshalb müssen Nachbehandlungsmittel im kommenden Imkerjahr von den Imkern selbst finanziert werden. Obmann Norbert Prantner dankte dem langjährigen Kassier, Obmann und Gesundheitswart Ehrenobmann Alois Theiner für seine 40-jährige Funktionsausübung. Der Ehrenobmann wollte seine Funktion in jüngere Hände legen.
Mag. Klaus Antretter konnten für 15-jährige Mitgliedschaft beim Verein mit einer Urkunde und einem Ehrengeschenk ausgezeichnet werden, weiters erhielt er als rühriger Obmann-Stellverteter  für 25-jährige Tätigkeit im Landesverband Tirol das bronzene Verbandsehrenzeichen. Auch Johann Haid wurde für 25-jährige Mitgliedschaft beim Landesverband Tirol mit dem bronzenen Verbandsehrenzeichen ausgezeichnet. Obmann WL Dr. Norbert Prantner wurde für 40-jährige Tätigkeit im Landesverband Tirol mit dem silbernen Verbandsehrenzeichen bedacht. Am 7. April überreichte der Präsident des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol Josef Bramböck dem langjährigen Schriftführer Bernhard Grünauer für seine vorbildliche 60-jährige Tätigkeit im Landesverband für Tirol das goldene Verbandsehrenzeichen.

Mag. Klaus Antretter und Vizebürgermeister Andreas Kopp

Dr. Norbert Prantner (li) bei der Ehrung

   

von li.: Mag. Klaus Antretter, Dr. N. Prantner, Johann Haid,

Verleihung des goldenen Verbandsehrenzeichens an

Vbgm. Andreas Kopp und Referent WL Albrecht Haider

Bernhard Grünauer (li.) anlässlich der Landesversammlung 2007

Vizepräsident BO WL Albrecht Haider stellte in seinem sehr praxisnahen Referat seine "Betriebsweise" vor und meinte: "Artgerechte Bienenhaltung bedeutet, dass der Imker sich dem Lebensrhythmus des Bienenvolkes anpasst. Aber viele Wege führen nach Rom!" Beutenart, Wabenmaß, Kalt- oder Warmbau seien von nebensächlicher Bedeutung. Wichtige Eckpunkte seiner Betriebsweise sind Gleichschaltung im April, erste Honigentnahme und Kunstschwarmbildung Ende der Löwenzahnblüte, Honigentnahme und Umweiselung alter Königinnen im Juni und Juli, Auffütterung nach Gewichtskontolle und Varroabehandlung mit AS im August und September, Varroakontrolle nach Einlegen der Stockwindeln Ende September und Nachbehandlung mit Thymovar. Einige interessierte Imker fachsimpelten noch bis nach Mitternacht mit dem gefragten Referenten.

2008  Die derzeit einzige Imkerin und die Imker unseres Vereins trafen sich am 5. April 2008 zur jährlichen Generalversammlung beim "Chinesen" im Gasthof Thurner in Zams. Der Obmann konnte neben dem Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Bruno Wohlfarter auch den Obmann des Imkervereins Imst IM WL Martin Ennemoser begrüßen und als Referenten vorstellen.  Der Obmann berichtete über Neuigkeiten aus den Vorstandssitzungen und aus der am Vormittag abgehaltenen Jahreshauptversammlung des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol: Bei der Ambrosiusfeier im Dezember 2007 hielt der Obmann erstmals, wie von Ehrenobmann Alois Theiner angeregt, ein Informationsreferat zum Thema "Ergebnisse der Honigstudie". Außerdem wurde der Lehrfilm "Qualität besteht. Honig - Von der Wabe ins Glas" gezeigt und diskutiert. Der Vorstand hat beschlossen, dass jeder Imker bis zur Anzahl der gemeldeten Völker Weichfaser-Verdunsterplatten auf Vereinskosten beziehen kann. Der Vorschlag des Vorstands, anlässlich der Ambrosiusfeier nur mehr eine Jause inklusive der Getränke aus der Vereinskasse zu finanzieren, wurde von der Generalversammlung einstimmig angenommen.
Günter Wellenzohn erhielt für 15-jährige aktive Mitgliedschaft eine Treueurkunde des Vereins und ein Ehrengeschenk, Anton Peer für 25-jährige aktive Mitgliedschaft ebenfalls eine Treueurkunde des Vereins und ein Ehrengeschenk. Ihm wurde gleichzeitig das Verdienstzeichen in Bronze des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol verliehen. Peter Trattner wurde neu in den Verein aufgenommen.

Ambrosiusfeier 2007

Ambrosiusfeier 2007

   

von li.: Referent: IM WL Martin Ennemoser

Diskussion mit dem Referenten

Günter Wellenzohn, Obmann WL Norbert Prantner

über den Einsatz von Streptomyzin

IM WL Martin Ennemoser betonte in seinem Vortrag, dass die Bildung von Jungvölkern der beste Schutz vor der gefürchteten Brutkrankheit "Amerikanische Faulbrut" sei, schwarmverhindernd wirke und der Varroatose entgegenwirke. Eine Völkervermehrung um 20% bis 30% sei ohne Honigeinbuße möglich, da junge, vitale Völker auf neuem Wabenbau mehr Nektar oder Honigtau eintragen würden. Anschaulich erklärte der fachkundige Referent die Vor- und Nachteile der drei verschiedenen Methoden der Jungvolkbildung: Naturschwarm (+ rasch neuer Wabenbau / - alte Königin muss ausgetauscht werden / - Negativauslese-Schwarmfreudigkeit möglich), Brutableger (+ mit junger, gezeichneter Königin / + Varroareduktion und Schwarmverhinderung im Muttervolk, / - 10 Tage Brutpause) und Kunstschwarm (+ mit junger, gezeichneter Königin / - späte Bildung reduziert die Anzahl der futterverarbeitenden Bienen/ - Nosemagefahr). Imkermeister WL Martin Ennemoser schloss seinen Vortrag mir einem Ausspruch von Imkermeister Pfefferle: "Jungvölker sind die Rennpferde der nächsten Generation."
Nach dem sehr praxisbezogenen Referat von IM WL Martin Ennemoser diskutierten die Imkerinnen und Imker engagiert den neu eingeführten Streptomyzin-Einsatz einzelner Erwerbsobstbauern im benachbarten Schönwies. Erfreulicherweise konnten im Herbst in keiner der eingereichten Honigproben dieses Antibiotikum nachgewiesen werden. Deshalb soll die Anwendung auch im Jahr 2009 fortgesetzt werden.

Wir gedenken unserer Imkerkollegen Hans Kögl, Träger des Verbandsabzeichens  in Bronze des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol, der am 28. April zum Herrn heimgegangen ist, unseres Obmann-Stellvertreters Mag. Klaus Antretter, ebenfalls Träger des Verbandsabzeichens  in Bronze des Landesverbandes für Bienenzucht in Tirol, der unter großer Anteilnahme seiner Imkerkollegen mit der Imkerkerze zu seiner irdischen Ruhestätte begleitet wurde. Weiters gedenken wir unseres langjährigen Imkerkollegen Alexander ("Xandi") Albl, Träger der bronzenen Weippl-Medaille des ÖIB für 50-jährige Vereinsmitgliedschaft, der am 13. Februar 2009 überraschend verstorben ist. Am 12. März 2009 ist völlig überraschend der Ehrenobmann des BZV Zams, Alois "Lois" Theiner friedlich eingeschlafen. Wir werden unsere lieben Imkerkameraden stets dankbar in Erinnerung behalten.
 

2009  Die Generalversammlung begann am 4. April um 20:10 Uhr mit der Feststellung der Beschlussfähigkeit und dem Gedenken an die vier im vergangenen Jahr verstorbenen Imkerkameraden. Der Obmann berichtete unter anderem von der am selben Tag veranstalteten JHV des Tiroler Landesverbandes und der Imkergenossenschaft. Dort stellte Mag. Eduard MARTIN das geplante Bienen-Gesundheits-Monitoring vor, das im kommenden Jahr im Bienenwirtschaftsgesetz verankert und ab 2010 wirksam werden soll. Dabei sollen ca. 250 bis 300 ausgeloste Bienenstände nach Maßgabe der Verhältnismäßigkeit von Bienensachverständigen  auf Amerikanische Faulbrut untersucht werden. Bei Seuchenfreiheit ist die Wanderung innerhalb Tirols ohne weitere Vorgabe möglich, allerdings muss jede Bienenwanderung bei den Gemeinden gemeldet werden! Die von der Tiroler Versicherung neu geschaffenen Imkerversicherungsformen werden im Schadensfall ebenfalls erst ab 2010 wirksam; im Imkerjahr 2009 gelten noch die alten Entschädigungssätze. Da die Honiguntersuchung bei allen 12 eingesandten Honigproben keine Streptomyzin-Rückstände aufwiesen, kann dieses Antibiotikum auch heuer wieder in Prutz und Schönwies (nur mehr zweimal statt dreimal wie im Vorjahr) eingesetzt werden. Imker, die eine Benachrichtigung über den bevorstehenden Einsatz wissen wollen, konnten sich in eine Liste mit Telefonnummer und/oder mail-Adresse eintragen.

Als neue Imkerin im Verein begrüßt wurde die vom Vorstand aufgenommene Witwe des verstorbenen Obmann-Stellvertreters  Annemarie Antretter. Christoph Theiner, der Enkel des verstorbenen Ehrenobmanns Alois Theiner, wurde anlässlich der Generalversammlung in den Verein aufgenommen. Beide Neuimker betreuen die Völker weiter und besuchen den Imker-Anfängerkurs in Imst.

Der vom Vorstand kooptierte Obmann-Stellvertreter Bernhard Grünauer und Bürgermeister Helmut Gstir gratulierten dem Obmann zur 25-jährigen aktiven Mitgliedschaft beim BZV Zams und überreichten ein Ehrengeschenk und eine Urkunde. Bei der Ersatzwahl für den verstorbenen Obmann-Stellvertreter wurde der vom Vorstand vorgeschlagene Schriftführer Manfred Ladner einstimmig zum Obmann-Stellvertreter gewählt.

Der Vorschlag zur Änderung der Vereinsstatuten in zwei Punkten wurde einstimmig angenommen: In Zukunft wird der Jugendwart in den Vorstand aufgenommen. Der Begriff Zeugwart wird in den Statuten durch den Begriff Jugendwart ersetzt. Weiters wird die bisher notwendige halbstündige Wartepflicht, wenn vor Beginn der Generalversammlung weniger als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist, gestrichen.

Bürgermeister Helmut Gstir gratulierte dem Obmann zu seiner Tätigkeit und betonte die große Leistung der von den Imkern betreuten Bienen für Natur und Umwelt. Besonders angetan sei er von der guten Kameradschaft im Verein, die besonders durch die zahlreiche Teilnahme der Imkerkameraden an den vier Beerdigungen der im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinskollegen zum Ausdruck kam. Auch die Ambrosiusfeier mit dem Referat des Obmanns zum Thema "Die Volkswirtschaftliche Bedeutung der Honigbiene", dem anschließenden Lehrfilm über "Bienen und Blumen" und dem anschließenden Imkerhuangert mit einer kleinen Jause stärkten das Gemeinschaftsgefühl.

WL Ludwig Mühlbacher, seit 33 Jahren Obmann des Vereins Brixlegg und Umgebung  und ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Königinnenzucht, referierte über "Einfache Methoden der Königinnenzucht". Dabei wurden die Methoden: Bogenschnitt, Zellenschnitt, das Jenter-Umsteckverfahren und das Umlarven erklärt und anschaulich demonstriert. Die Bildung von geschlossenen und offenen Startern wurde ebenso dargestellt wie die Erstellung von Kunstschwärmen und Brutablegern.
Einige Kernsätze des Referenten: 
¯ Der Züchter muss jüngste Maden verwenden - der Königinnen-Futtersaft muss glasklar sein!
¯ Bei der Auswahl des Zuchtmaterials sind besonders die Zuchtziele: Sanftmut, Leistung, Vitalität und Varroaresistenz, Brutfreudigkeit, geringe Wabenflucht zu beachten!
¯ Das Pflegevolk muss mit Jungbienen mit vollem Honigmagen überquellen!
¯ Im Starter (Anbrüter) darf auf Wassergabe in Form von Wasserwabe und Schwamm unter dem offenen Gitterboden nicht vergessen werden!
¯ Der Starter wird mit 2 Pollenwaben, 2 Futterwaben und einer Leerwabe (mit Wasser) und 2,5 bis 3 kg Jungbienen gefüllt!
¯ Offene Starter müssen alleine stehen, sonst können die Jungbienen bei Weiselunruhe den Stock verlassen und bei Nachbarn einziehen!
¯ Kunstschwärme sind am besten mit einer begatteten Königin oder mit einer Weiselzelle (Problem der Begattung!) zu versehen! 3 Tage Kellerhaft!
¯ Varroabehandlung der Kunstschwärme ist mit Milchsäure (Apilac) oder Oxalsäure (Bienenwohl) leicht durchzuführen!
¯ Brutableger mit einer begatteten Königin oder mit einer schlüpfreifen Weiselzelle (Problem der Begattung!) werden mit 2-3 Brutwaben, einer Mittelwand, einer Futterwabe und  einer Futtertasche für Flüssigfutter gefüllt!
 

Interessierte Neuimkerin Annemarie Antretter und imkerliche Ratgeber

Neu gewählter Obmann-Stellvertreter Manfred Ladner und Bgm. Helmut Gstir (v. li)

   

Drei Jungimker umrahmt von erfahrenen Imkerkollegen

Obmann Norbert Prantner und Gesundheitswart Bernhard Grünauer (v. li. vorne)

 

 

Referent: WL Ludwig Mühlbacher

WL Mühlbacher zeigt den Zuchtaufsatz


2010
 Die 90. Generalversammlung des BZV Zams fand am 9. April 2010 im Gasthaus Gemse ins Zams statt. Nach der Statutenänderung im Vorjahr begann die JHV ohne Wartezeit pünktlich um 19:30 Uhr. Der Obmann konnte den neu gewählten Bürgermeister der Gemeinde Zams, Siegmund Geiger, zu seinem ersten Auftritt bei einem heimischen Verein herzlich willkommen heißen. Referent Klaus Danzl wurde ebenso begrüßt wie der Obmann des Obst- und Gartenbauvereins Zams, Bruno Wolfahrter.

Obmann Norbert Prantner berichtete vom erfolgreichen Ambrosiusabend mit einem Referat über "Imkerarbeiten im Herbst" und vom interessanten Bezirksausflug nach Weerberg (Fam. Sponring) und dem anschließenden Besuch von Schloss Tratzberg. In den beiden Ausschusssitzungen wurde Aktuelles berichtet und eine Festveranstaltung mit Durchführung der ÖIB-Mitgliederversammlung, einer vereinsinternen 90-Jahr-Feier und einer Festversammlung mit zwei referenten (ÖIB-Präsident Ing. Josef Ulz und ÖIB-Apitherapiereferent IM ToniReitinger) im Herbst vorbesprochen - und später von der Generalversammlung einstimmig beschlossen.

Der Kassabericht wurde nach dem positiven Urteil der Kassaprüfer einstimmig gut geheißen und dem Kassier und dem gesamten Vorstand die Entlastung erteilt. Die Neuwahl für die nächsten 3 Jahre erbrachte keine Änderung der Vereinsführung:
Obmann: Dr. Norbert Prantner
Obmann-Stellvertreter: Manfred Ladner
Kassier: Edmund Theiner
Schriftführer: Manfred Ladner
Kassaprüfer: Valentin Schuler und Günter Wellenzohn

Die Generalversammlung beschloss einstimmig (eine Stimmenthaltung des Betroffenen) Herrn Bernhard Grünauer in Anbetracht seiner 33-jährigen Funktionärstätigkeit im Verein (1 Jahr - Kassier, 29 Jahre - Schriftführer, 3 Jahe - Gesundheitswart) zum Ehrenmitglied des BZV Zams zu ernennen. Die Ernennungsurkunde wird ihm anlässlich der 90-Jahrfeier überreicht.

WL Klaus Danzl, Jungimkerreferent des LVB für Bienenzucht in Tirol, referierte zum Thema "Durchs Bienenjahr mit Tipps für Jungimkerinnen und Jungimker". WL Danzl baut seine Völker durch eine Wanderung zur Zeit der Rapsblüte in den Süddeutschen Raum auf. Er imkert in einen höheren Brutraum (33 x 40 cm) und im Honigraum mit Flachzargen. Besonders achtet der Referent beim Einhängen der Mittelwände auf die Y-Zeichnung der Zellen. Beim Umlarven verwendet er den Chinesenlöffel. Jedem Pflegevolk werden nur maximal 7 Weiselzellen zur Pflege zugehängt. Der Referent lässt seine Jungköniginnen am Stand begatten.
Die Nachwuchsarbeit liegt ihm besonders am Herzen: Besuche am Bienenstand und Imkerbesuche in den Schulen werden mit vielen Spielen und einem Quiz mit Preisen motivierend gestaltet.
Besonders interessant fanden die Imkerinnen und Imker die Anleitung zur Herstellung zahlreicher Bienenprodukte, welche Herr WL Danzl mitgebracht hatte: Bienenwachswickel, Propoliscreme, Propolistropfen, Cremehonig, Honig mit Nüssen, Pollen, Met, Honiglikör, Honigessig, Kerzen ...
Als Nebenerwerbsimker ist auch Marketing angesagt: eigene Etiketten und Tragtaschen, Ab-Hof-Verkauf, Fahrt zu Advent- und Bauernmärkten, eigenes Logo auf dem Auto. Kernsatz: "Wo die Augen nicht hin sehen, gehen die Füße vorbei!"

Bürgermeister Siegmund Geiger gratuliert dem neuen Ehrenmitglied, lobt die zahlreichen Aktivitäten der Zammer Imkerinnen und Imker und weist auch auf die Nutzung des Internets als moderne Kommunikationsform hin. Gerne will er die Aktivitäten der Imker anlässlich der 90-Jahrfeier unterstützen.

Bürgermeister Siegmund Geiger gratuliert den Imkerinnen und Imkern

WL Klaus Danzl wirbt auch auf seinem T-Shirt für Imkerprodukte

   

Referent WL Danzl und Zammer Imker folgen den Berichten der Funktionäre

Eine PowerPoint-Präsentation untermalt den interessanten Vortrag